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Juli 17
 

Pippo Pollina & Palermo Acoustic Quintet - „Il sole che verrà Europa“ - Tour 2017

Datum      Veranstaltungsort
Am Freitag, 28.07.2017 um 20:00 Uhr      Forum am VAZ
Kallmünzer Straße 16, 93133 Burglengenfeld
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Eintritt   Vorverkauf: 32.30 €
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„Ich habe keine Angst mich gehen zu lassen und auf den Reimen zu taumeln“, singt Pippo Pollina in seinem neuen Canzone „Io non ho paura“. Es gibt wohl ganz wenige unter den vielen mediterranen Liederschmieden, fu?r die jeder Vers tatsa?chlich ein Tanz ist. Ein Tanz, der eine Flut von beru?hrenden Bildern auslo?st, fantasievoll Sehnsucht und Erfu?llung, Kummer und Glu?ck zeichnet. Mit seinem neuen Werk „Il sole che verra?“ ist dem Sizilianer ein wunderbarer neuer, taumelnder Songzyklus gelungen. Sein Thema ist die Hoffnung in Zeiten der Gewaltspirale – eine Hoffnung, die von der Kunst ausgehen muss.
„Wo die Politik und die Religion es nicht mehr schaffen, Elemente bereitzustellen fu?r eine Plattform der Ideen und genu?gender Werte, sind wohl wir Ku?nstler gefragt, mo?gliche Wege aufzuzeigen“, schreibt Pippo Pollina im Geleitwort zu seinem neuen Werk. Fu?r den Sizilianer mit Wahlheimat Zu?rich geht dieser Weg nur u?ber die Poesie und die Musik. Mit ihr schenkt er seinen Zuho?rern einen Hafen, in dem noch Bru?derlichkeit und ein großes Spektrum an Gefu?hlen vor Anker gehen ko?nnen. Diesen Hafen bietet der Cantautore, der seine Heimat einst verließ, weil die Mafia seine Tra?ume zum Schweigen brachte, seit u?ber einem Vierteljahrhundert. Dafu?r wird er nicht nur von seinem Publikum, sondern auch von den Kritikern gescha?tzt, ist Preistra?ger der „Freiburger Leiter“ und des Schweizer KleinKunstPreises – und natu?rlich verehren ihn auch seine dichtenden Kollegen, unter ihnen Konstantin Wecker, Georges Moustaki und Linard Bardill.
Nach einer Theateroper und der Arbeit mit einem Jugendorchester vero?ffentlichte der Dichter mit der mediterranen Strahlkraft 2014 sein erstes Studioalbum seit acht Jahren: „L´appartenenza“ war sein Versuch, dem Thema „Zugeho?rigkeit“ in Liedern gerecht zu werden. Der Zugeho?rigkeit verwandt ist die Hoffnung, denn auch sie gibt Halt in turbulenten Zeiten: „Die Hoffnung als Thema hat nie aufgeho?rt mich zu bescha?ftigen, meine Liedersammlung zu bewohnen“, sagt Pollina, der in ihr sogar ein programmatisches Leitmotiv sieht. Umgesetzt hat er das Leitmotiv mit einem Ensemble aus nahezu zwei Dutzend Musikern von Jazzern bis zu Korypha?en der Klassik, unter ihnen alte und neue Weggefa?hrten wie Multiinstrumentalist Martin Ka?lberer und Bassist Sven Faller.

Der stilistische Reigen fu?r die dreizehn verschiedenen Schattierungen von Hoffnung ist gewaltig: Zum Intro „Potro? mai dirti“ tritt Pippo Pollina zuna?chst zuru?ck und la?sst den lyrischen Sopran der Belgierin Odilia Vandercruysse brillieren – bevor ein Ma?nnerchor und schließlich Pippos eigene raugeschmirgelte und doch so empfindsame Stimme einen grandiosen Kontrast bildet in dieser klassischen Ballade u?ber das Mysterium des Lebens, vor dem man keine Angst haben soll. „A mani basse“ erza?hlt zu einer sehnsu?chtigen Harmonikamelodie von der Traurigkeit des Boxers, dessen Kampf zur Metapher fu?r die Schwere des Lebens wird – wa?re da nicht Licht am Ende dieses Tunnels. Mit diesem Song – zugleich die erste Singleauskopplung – zieht der Lieddichter in beru?hrender Art und Weise seinen Hut vor dem ku?rzlich verstorbenen großen Muhammad Ali. Wie stets ist Pippo Pollina der Beobachter aus ein wenig Distanz, der mit Detailliebe und ruhigem Wanderschritt den
Blick richtet auf die Schnelle, u?berdrehte Welt, wie etwa im folkigen Flo?tenwalzer „Andarsene d´estate“. Im federnden Titelstu?ck begibt er sich auf eine Reise mit dem Wind zur Sonne, fast wie ein Ikarus, jedoch verbrennt er sich nicht die Flu?gel, sondern empfa?ngt von ihrem Licht neue Inspiration fu?r seine Dichtungen. Musikalisch wird das mit rustikalem Ma?nnerchor, lyrischem Saxophon und einem swingenden Bla?sersatz gestaltet.
Einer der vielen Ho?hepunkte ist das eindru?ckliche „100 Chimere“, das zuna?chst als schwebendes Luftgebilde mit klagender Duduk beginnt, als wehmu?tige Erinnerung, bis schließlich als kraftvoller Tanz der Lebensfreude gehuldigt wird. Und im „Divertimento latino“ dru?ckt er zum argentinischen Chacarera-Rhythmus seine Liebe zu allen Hoffnung gebenden Dichtern und Musikern Lateinamerikas aus, kongenial unterstu?tzt durch die Stimme von Marili Machado. Das andere bewegende Duett dieses Albums singt Pippo Pollina mit der Norwegerin Rebecca Bakken: ein za?rtlicher, anglo- italienischer Hymnus auf den Ozean, u?ber den die Liebe tra?gt.
Zum Ende zeigt Pippo Pollina in „Ancora una“ nochmals all seine feinen poetischen Regungen, wenn er sich in einem Loblied auf die unba?ndige Lebenslust, fu?r die ein Menschenalter nicht reicht, von einer empfindsamen Pianoballade zu einem handfesten Rockgestus steigert. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ - jeder kennt das Sprichwort. Fu?r Pippo Pollina ist sie jedoch mehr als der letzte Strohhalm: Sie ist fruchtbarer Na?hrboden fu?r eine aufrichtige und anru?hrende Liedkunst, die in unseren Breiten nur noch ganz selten zu finden ist.

Eintritt-/Ticketinformationen

VVK: 32.30 €

Tickets ab angegebenem Preis. Ggf. weitere Preiskategorien verfügbar (siehe Link "Tickets online bestellen"). Frankentipps.de ist nicht der Veranstalter der angebotenen Veranstaltung. Die Veranstaltung wird durch den Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Servicegebühren: print@home: 1,00 €, print@home (Ticketbestellwert unter 20,00 €): 0,50 €. Versandkosten: Standardversand (Post): 3,90 €, Ticketbestellwert unter 20,00 €: 2,90 €, Zusatzgebühren - Versand Inland: per Einschreiben: 2,90 €, Zusatzgebühren - Versand Ausland, EU-Staaten/Schweiz (per Einschreiben): 3,90 €, Weltweit (per Einschreiben): 3,90 €.


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